Wöhlk-Malfatti-Probe

Bei der Recherche für einen Beitrag zum Auftakt der IJSO stieß ich im Sommer 2015 auf den Wöhlk-Test aus dem Jahre 1904. Bei weiteren Nachforschungen eröffnete sich ein weites Betätigungsfeld, da sich auch weitere Forscher in Den Haag, Basel, St. Petersburg, Innsbruck und Dublin mit Ammoniak bzw. Methylamin und Lactose befasst haben und der eigentlich gesuchte Reaktionsmechanismus bis heute im Dunklen liegt, u.a. weil sich der geheimnisvolle lachsrote Farbstoff nicht isolieren lässt...
Erfreulicherweise ergaben sich aus den Recherchen und eigenen Forschungsarbeiten folgende Publikationen und Vorträge, die den problem- und kontextorientierten Chemieunterricht mit aussagekräftigen Experimenten bereichern können:

NadC 150. Geburtstag Alfred Wöhlk

Wikipedia-Eintrag Alfred Wöhlk

ChemistryViews 150th anniversary Alfred Woehlk

Auf der Spur der roten Farbe. Ein historischer Lactosenachweis wiederentdeckt. K. Ruppersberg, J. Hain, P. Mischnick, CHEMKON 2017, 24, 302. oder hier.

Die Wiederentdeckung der Wöhlk-Probe und der geheimnisvolle lachsrote Farbstoff, Ruppersberg, K. & Hain, J. (2017) in: Chemie in unserer Zeit. 51, 2, S. 106-111,

Dem Milchzucker auf der Spur – eine europäische Detektivgeschichte, Ruppersberg, K. (2016) in: Praxis der Naturwissenschaften - Chemie in der Schule. 65, 8, S. 30-33 oder OpenAccess

Stärkeverdauung durch Speichel - was kommt eigentlich dabei heraus?: Ein einfacher Maltose-Nachweis am Ende der enzymatischen Hydrolyse von Amylose und die überraschende Anwesenheit von Glucose, Ruppersberg, K. (2016) in: MNU Journal. 69, 5, S. 325-328 oder OpenAccess

Wie kann der Lactosegehalt von Milchprodukten im Schulexperiment sichtbar gemacht werden?: Die Wiederentdeckung der Wöhlk-Probe für den Chemieunterricht, Ruppersberg, K. & Hain, J. (2016) in: CHEMKON - Chemie konkret. 23, 2, S. 90-92 oder OpenAccess

Poster (Kostenfreier Download, keine Mitgliedschaft nötig): Wie kann man im Chemieunterricht den Lactosegehalt von Milchprodukten sichtbar machen? 108. MNU-Bundeskongress April 2017, Aachen, DOI: 10.13140/RG.2.2.31403.44322